28
Nov
2010

.played: Call of Duty: Black Ops

geschrieben von Benedikt um 20:13 in .played
Tags: Activision, Black Ops, Call of Duty, CoD, Review, Testbericht, Treyarch, XBOX 360

Call of Duty: Black Ops

Alex Mason hat keine Ahnung. Er hat keine Ahnung, wo er ist. Er hat keine Ahnung, wie er dort hingekommen ist und er hat keine Ahnung, was man von ihm will. Er weiss noch nichtmal, wie er heißt. Mason hat nur Zahlen im Kopf. Und auch sonst ist seine Lage eher ungemütlich: Er ist an einen Stuhl gefesselt, umgeben von blinkenden Knöpfen, Monitoren und sich drehenden Tonbändern. Durch eine Glasscheibe erkennt er nur die Silhouetten von den Menschen, die ihn gerade ausfragen. So beginnt der neuste Teil der Call of Duty Serie. Call of Duty. Das ist Hollywood-Action zum Mitspielen. Mit einer Prise Patriotimus. Also: Popcorn holen, USA-Flagge hissen und "Sympathy for the Devil" von den Stones auflegen. Denn es ist kalter Krieg. Und ihr seid Alex Mason.

Was bedeuten diese Zahlen? Schon im Intro werde ich mit dieser Frage konfrontiert: Ein Funkgerät. Eine Frau. Wenig Licht. Aber die deutliche Nachricht: "Ascension: 7 15 1 2 19 7 25 6 13 6 7 15 14 0". Die zentrale Frage in der Story von Black Ops (zu deutsch "verdeckte Operationen") ist damit von Anfang an klar: Ich möchte wissen, was diese Zahlen bedeuten. Und von wem sie kommen. Und während man bei den bisherigen Serienteilen problemlos über die Story schreiben konnte, ohne interessante Wendungen, wichtige Charaktere oder vergleichbares zu Spoilern (weil es so etwas schlicht und ergreifend nicht gab), bietet Black Ops tatsächlich eine recht spannende Story, die mit einigen Überraschungen und einem echten Twist aufwarten kann. Dürfen wir uns auch sonst auf Neuerungen freuen? Zumindest im Singleplayer leider nicht. Denn dort erwartet uns die gleiche KI der Vorgänger, die ihre geringe Intelligenz durch nicht enden wollende Massen ausgleicht. Eine Physikengine? Fehlanzeige. Getroffene Bürostühle und Lampen reagieren stattdessen mit kleinen Scripts. Zeitgemäß sieht anders aus.

Drogentrip in die Vergangenheit

Da Mason selbst keine Ahnung mehr hat, was passiert ist und was die seltsamen Zahlen, die er andauernd sieht und hört, bedeuten, wird der wehrlose Gefangene im Verhörzimmer mit Drogen vollgepumpt. Ein Beruhigungsmittel? Eine geheime militärische Waffe? Jedenfalls scheint das Zeug der Hauptgrund für die ständigen geistigen Rückblenden zu sein. So fällt Mason im Laufe des Verhörs, in dem versucht wird seine Geschichte ans Tageslicht zu bringen, immer wieder in einen Traumzustand. Und erlebt erneut seine Vergangenheit.

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